Archiv für die Kategorie „Klettern“

Zugspitze via Klettersteig Stopselzieher

Dienstag, 15. November 2011

Diese Tour führt von der Talstation der Tiroler Zugspitzbahn über die Wiener-Neustädter-Hütte und dem Klettersteig Stopselzieher zum höchsten Berg Deutschlands, der Zugspitze.

Los geht es gegen 8 Uhr auf dem Parkplatz der Tiroler Zugspitzbahn. Hinter der Talstation führt der Weg auf und neben der Skipiste gleichmäßig bergauf.

Das Startfoto – Thomas, Isabel, Steffen und ich (v.l.n.r.)

Wir folgen der blauen Markierung zur Wiener-Neustädter-Hütte (Weg 822).

Wir lassen die Skipiste hinter uns und steigen auf schmalen Pfaden weiter auf. Dabei wechselt sich der Untergrund zwischen Geröll und Wiesenboden ab.

Der Pfad schlängelt sich durch ein schmales Geröllfeld.

Der Blick ins Tal. Ehrwald ist noch von Nebel bedeckt.

Wir erreichen ein kleines Wald und Wiesenstück und legen dort im Windschatten der Bäume die erste kurze Rast ein. Nach der Anfahrt am Morgen hängt der Magen nun durch. Gestärkt geht es kurz darauf weiter zum großen Geröllfeld. Dabei folgend wir dem Wanderweg Nr. 801.

Kurz vor dem Geröllfeld befindet sich eine Quelle, an der man nochmal Wasser nachfüllen kann (siehe GPS-Track).

Nun geht es auf dem Wanderweg Nr. 801 weiter.

Der “grüne” Abschnitt liegt hinter uns, ab hier wird es steinig.

Die Diensthütte der Bergrettung Ehrwald hat es schon einige Male hart getroffen.

Wir nähern uns dem großen Pfeiler der Tiroler Zugspitzbahn.

Enge Passagen sind mit Stahlseilen gut gesichert.

Der Blick ins Tal.

Der Weg ist deutlich markiert und die Aussicht ist super.

Hüpf…

Das sind stabile Stöcke!

Hier geht’s hoch! Unten lang führt der Weg nur in die Tiefe.

Blick von der Wiener-Neustädter-Hütte auf den Klettersteig Stopselzieher und die Zugspitze.

Wir erreichen nach etwa 4 Stunden Gehzeit  die auf 2213 m gelegene Wiener-Neustädter-Hütte, welche am Rande des österreichischen Schneekars liegt. Dort legen wir kurz Rast ein und informieren uns bei einem Bergführer über die Bedingungen im Klettersteig. Dann steigen wir durch das Geröllfeld auf zum Einstieg des Klettersteigs, der an einem Naturstollen beginnt und deshalb den Namen “Stopselzieher” trägt.

Die Wiener-Neustädter-Hütte im Oktober 2011.

Übersicht Klettersteig Stopselzieher.

Topo Klettersteig Stopselzieher.

Am Einstieg zum Kletterteig legen wir Klettergurt, Klettersteigset und Steinschlaghelm an.

Über Steigbügel geht es sehr gut gesichert zum Stopselzieher.

Der Einstieg zum Stopselzieher.

Im Stopselzieher, einem Naturstollen.

Isabel kurz vor dem Ausgang des Stopselziehers.

Steigbügel wechseln sich mit Stahlstiften ab.

Blick hinunter aufs österreichische Schneekar.

Trotz des kalten Windes ist die Stimmung gut. Der Klettersteig befindet sich größtenteils im Schatten, da die Sonne im Oktober nicht über die Gipfel kommt.

Eine Leiter aus Steigbügel erleichtert den Aufstieg.

Anhand der anderen Bergsteiger lässt sich der Weg des Klettersteigs erahnen.

Thomas vor der Gipfel der Zugspitze. Bis zum Gipfel selbst ist es noch ein Stück.

Einige einfache Abschnitte des Steigs sind ungesichert, aber mit Trittsicherheit gut zu bewältigen.

Hoch über uns fährt die Tiroler Zugspitzbahn.

Im oberen Abschnitt liegt noch alter Schnee…

…da kann man schon mal ins Rutschen kommen.

Die vereisten Passagen wären ohne Stahlseilsicherungen für mich ein Grund zum Abstieg gewesen.

So gehört das Klettersteigset ins Seil eingehängt.

Thomas im Schnee beim Versuch dem Eis etwas positives abzugewinnen.

Es liegt viel Schnee auf dem Steig.

Dank der Stahlseilsicherung geht es trotzdem weiter.

Thomas checkt das GPS und die Höhe. Wie viele Meter sind es noch bis zum Gipfel?

Steffen und ich auf den letzten schneebedeckten Metern. Der Sonne sei Dank.

Der Blick zurück. Rechts an der Kante befindet sich die Wiener-Neustädter-Hütte.

Rechts kommt die alte Bergstation ins Bild.

Gruppenfoto kurz vor dem Gipfel.

Blick auf den Schneeferner und die Bergstation Zugspitzplatt.

Gipfelpanorama.

Thomas blickt in die Ferne.

Die Zugspitze. Vollgebaut mit Antennen und Panoramaterassen.

Eine wohlverdiente Pause nach dem langen Aufstieg.

Das Gipfelkreuz der Zugspitze. Ein oft fotografiertes Kunstwerk.

Die letzten Meter zum Gipfel wurden so ausgebaut, dass auch Stöckelschuh- und Bergbahntouristen sagen können “Ich war auf der Zugspitze”.

Zum Abschluss: Der Blick von der Talstation in Ehrwald hinauf zu Zugspitze.

Wir verbringen den größten Teil der Strecke im Schatten und freuen uns umso mehr über die ersten wärmenden Sonnenstrahlen auf der Haut.

Am Ende des Klettersteigs werden wir mit einem Blick auf den Schneeferner Gletscher belohnt. Doch zu viel ist vom Gletscher nicht mehr übrig. Das warme Klima und sicher auch der Tourismus haben dem Gletscher stark zugesetzt. Der Blick in die andere Richtung, Richtung Zugspitze, ist nicht besser. Beton und Funkantennen schmücken den Gipfel und dämpfen die Freude über das Erreichen des Gipfels. Einen hässlicheren Gipfel habe ich noch nicht gesehen.

Vom Gipfel fahren wir mit der Bergbahn zurück ins Tal nach Ehrwald. Der Preis für die Talfahrt beträgt 24 Euro (Stand: Okt. 2011).

Der Klettersteig Stopselzieher:

Beim Stopselzieher Klettersteig handelt es sich um einen einfachen Klettersteig der Kategorie A/B. Der Steig ist bestens mit Stahlseilen, Bügeln, Stiften und sonstigen Tritten ausgebaut, sodass für erfahrene Bergsteiger das tragen der Klettersteigausrüstung eventuell nicht nötig ist. Da es sich um einen viel begangenen Steig handelt ist der Helm dafür umso wichtiger.

Wichtig ist es auch das Wetter zu beachten. Sowohl die Vorhersage, als auch das aktuelle Wetter sind wichtige Bestandteile für eine sichere Tour.

Schnee und Eis auf dem Steig machen ihn gleich um einiges schwieriger, da man manchen Schneefeldern nicht ausweichen kann. Hier ist dann über leichte Steigeisen nachzudenken.

Auch wenn der Klettersteig als leicht einzustufen ist, ist die Tour ab Ehrwald nicht zu unterschätzen. Allein der Aufstieg von etwa 1800 Höhenmetern benötigt viel Ausdauer und Kondition. Hinzu kommt noch eine Gehzeit von 6-8 Stunden.

Fazit: Alles in allem ist der Klettersteig Stopselzieher ein sehr schöner Weg um auf die Zugspitze zu kommen. Er ist bestens gesichert und bietet tolle Ausblicke.

Tourdaten:

  • Start: Talstation Tiroler Zugspitzbahn in Ehrwald
  • Ziel: Zugspitze (2962 m)
  • Länge: 6,2 km
  • Gehzeit: 6 – 8 h
  • Aufstieg: 1776 hm
  • Schwierigkeitsgrad: schwer

GPS-Datei:  Zugspitze Stopselzieher Klettersteig (562 Downloads)

Karte:

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Hindelanger Klettersteig

Sonntag, 23. Oktober 2011

Der Hindelanger Klettersteig zählt zu den schönsten, längsten und anstrengendsten Klettersteigen der Allgäuer Alpen.

Der Gipfel des Nebelhorns (2.224 m ü.M.).

fahrschein-nebelhornDer Hindelanger Klettersteig beginnt am Gipfel des Nebelhorns und führt entlang eines ca. 5 km langen Felsgrates zum Großen Daumen. Dabei stehen dem Kletterer gut 100m Leitern und etwa 800 Meter Drahtseil zur Verfügung. Trotz aller Hilfsmittel muss der Kletterer viele nicht ganz ungefährliche Stellen (vor allem bei Nässe) ungesichert überwinden.

Zurück geht es über den Laufbichelsee, und das Koblat zum Edmund-Probst-Haus bzw. der Station Höfatsblick. Von dort aus bringt einen die Nebelhornbahn wieder hinunter nach Oberstdorf. Die Berg- und Talfahrt schlägt für Erwachsene mit 27,50 Euro zu buche (Stand: Okt. 2011)

Für den Hindelanger Klettersteig sollte man fit, trittsicher, schwindelfrei und gut ausgerüstet sein. Bei schlechtem Wetter sollte man besser auf eine Begehung verzichten.

Unsere Tour beginnt am Gipfel des Nebelhorns…

Das Gipfelfoto erfolgte gleich zu Beginn der Tour.

Der Zustieg zum Klettersteig beginnt unterhalb der Bergstation.

Der erste Stau ist aus der Ferne schon erkennbar…

… noch verdeckt die Sonne den Einstieg…

… doch nun ist uns das Ausmaß klar. Hier erklären Bergführer ihrer Kundschaft die Funktion des Klettersteigsets, haben die ersten Probleme Tritte am Fels zu finden usw. Die erste halbe Stunde Warten hat begonnen.

Endlich mal etwas Luft. Im Hintergrund die Bergstation und das Nebelhorn.

Vor uns entzerrt es sich etwas und das T-Shirt-Wetter hebt die Stimmung wieder.

Der westliche Wengenkopf (2235 m) kommt näher. Kurz danach befindet sich der 1. Notausstieg. Zwei weitere folgen im Verlauf des Steigs.

Dicht hintereinander wird hier geklettert. Für meinen Geschmack oftmals zu dicht.

Auf und ab geht es entlang des Grats.

Wie eine Kette schlängeln sich die Kletterer durchs Bild.

Zuerst geht es unten rechts lang und dann oben nach links weiter.

Das perfekte Wetter ermöglicht geniale Aussicht.

Eine der vielen Leitern auf dem Hindelanger Klettersteig.

Der Hindelanger Klettersteig ist eine Gratwanderung.

Schwindfrei sollte man sein.

Eine schwierige Stelle. Nur zwei kleine Stahlplatten dienen als Tritte.

Auf schmalen Pfaden geht es weiter zur nächsten Kletterpassage.

Der Hochvogel ist gut zu erkennen.

Die Kraxelei auf dem Grat ist noch nicht zu Ende.

Das Ende des Klettersteigs ist erkennbar. Links oberhalb des Laufbichelsees ist der Ausstieg.

Die letzte Leiter ist bezwungen...

… und das letzte Stück Stahlseil bringt uns sicher zum Ausstieg.

Der Ausstieg ist in wenigen Minuten erreicht. Nach links führt der Weg weiter zum Großen Daumen, nach rechts geht es hinunter zum Laufbichelsee und weiter zur Station Höfatsblick.

Der Laufbichelsee. Wer mag, kann sich hier zum Abschluss abkühlen.

Obwohl wir mit der ersten Gondel zum Gipfel gefahren sind, haben sich während der Tour die Wartezeiten zu sehr aufgehäuft, sodass wir den Großen Daumen leider weglassen mussten, um noch rechtzeitig zur letzten Talfahrt an der Station Höfatsblick zu sein. Man muss mit einer Gehzeit von 1,5 bis 2 Stunden ab dem Ausstieg mit viel Auf und Ab bis zur Nebelhornbahn rechnen.

2011_09_24 – Hindelanger Klettersteig

Tourdaten:

  • Start: Bergstation Nebelhorn
  • Ziel: Station Höfatsblick / Edmund-Probst-Haus
  • Länge: 8,1 km
  • Gehzeit: ca. 6-7 h
  • Aufstieg: 200m (mit Seilbahn)
  • Schwierigkeitsgrad: schwer

GPS-Datei: [Download Eintrag nicht gefunden.]

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Klettern am Reußenstein – Lenninger Alb

Samstag, 9. Oktober 2010

Bereits Ende Juli war ich das erste Mal am Reußenstein zum Klettern. Hier nun ein paar Eindrücke und Infos zum Klettergebiet.

Der Reußenstein ist ein beliebter Kletterfels auf der Schwäbischen Alb. Er liegt zwischen Wiesensteig und Schopfloch.

Auf den Felsen steht die Burgruine Reußenstein. Sie zählt zu den schönsten Burgruinen der Schwäbischen Alb mit einem herrlichen Blick ins Neidlinger Tal.

Die Felsen am Reußenstein werden in drei Teile, Burgfels, Mittelfels und Südostfels unterteilt. Die maximale Felshöhe beträgt 50m, im Durchschnitt 35m.

Es gilt folgende Kletterregelung: Naturdenkmal. Innerhalb der Burgruine ist das Klettern verboten. Nur auf den vorhergesehenen Wegen absteigen.

Kletterrouten, Topos, Anfahrtsbeschreibung und weitere Infos zum Fels gibt es hier.

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